Wenn nicht jetzt, wann dann?!

Im März lies uns der Gedanke nicht mehr los. Eine Weltreise steht definitiv ganz weit oben auf unserer Bucketlist.

Wir alle kennen die coolen Postkarten-Sprüche: Live Your Dreams; If You Can Dream It, You Can Do It; Don’t Call It A Dream, Call It A Plan; usw. Und wer hält sich dran? Wer lebt seine Träume wirklich?

Ich möchte niemals in meinem Leben etwas bereuen müssen. Und wenn ich diese Reise nicht mache, würde ich es bereuen, sehr! 

Bisher haben wir also davon geträumt und auf später verschoben. Aber wann ist später? Was muss passieren, damit wir es tun? Den perfekten Zeitpunkt wird es nie geben, wenn man sich nicht bewusst dafür entscheidet und kleine Opfer bringt. Das wurde uns klar.

Arbeit wird immer da sein. Bis zur Rente warten? Nein.

Irgendwann werden wir Kinder haben. Warten bis sie erwachsen sind? Nein.

Irgendwann kommen größere, finanzielle Verpflichtungen, dann wird es noch schwerer.

Fazit: Wenn nicht jetzt, wann dann?!

 

Also haben wir zum ersten Mal ernsthaft überlegt, ob wir uns es irgendwie zeitlich einrichten können, 1 Jahr zu reisen.

Ich als Selbstständige bin frei. Ich kann theoretisch machen was ich will. Dass das praktisch natürlich nicht ganz so einfach ist und dabei nicht nur die Zeit eine Rolle spielt, ist klar. Aber ich will und ich kann!

Es gibt Menschen, die brauchen einen festen Job, Grenzen und immer einen konkreten Plan um sich sicher und wohl zu fühlen. Ich gehöre jedoch zu den Freiheitsliebenden, die nicht unbedingt den einfachsten und sichersten Weg wählen, sondern auch mal ein Risiko eingehen. Wenn etwas schief geht, ist es auch ok. Alles hat seinen Sinn. Ich will raus in die Welt um auszuprobieren, zu lernen und zu wachsen. Ich vertraue immer auf mich und das Gute.  

 

Roman ist Lehrer und sehr glücklich in seinem Job. Kündigen daher keine Option. Traum schon wieder gestorben? Nein! Er hatte mal von der Möglichkeit gehört, ein Sabbatical zu nehmen. Aber wie genau funktioniert das?

Termin beim Schulleiter. Das Modell ist mindestens auf 3 Jahre angelegt. Man arbeitet 2 Jahre voll, das dritte Jahr dann nicht und bekommt jeweils 2/3 des Gehalts. Klingt erstmal gut, aber das würde bedeuten, die Reise könnte erst Ende 2019 starten. Auf ein kürzeres Modell machte der Schulleiter keine Hoffnung, da das nicht üblich ist.  

Wir haben trotzdem einen Sonderantrag gestellt und begründet, warum es für uns so wichtig wäre bereits Ende 2018 zu verreisen, also mit einem 2-Jahres-Modell.

Den Antrag haben wir kurz vor den Osterferien im April beim Kultusministerium eingereicht und uns auf wochenlanges Warten eingestellt. Und siehe da, nach den Osterferien war bereits die Genehmigung erteilt. Unglaublich toll, unglaublich surreal.

Roman arbeitet nun also das Schuljahr 2017/2018 bei halben Gehalt und bekommt dann im Schuljahr 2018/2019 die andere Hälfte, ohne zu arbeiten. „"Spießiger" kann man eine Weltreise ja kaum machen" hat eine Freundin gesagt und sie hat so recht. Der Job ruht und Roman hat sogar monatliches Einkommen während der Reise.

Geschafft! Das Zeitproblem ist schon mal Geschichte!

 

Liebe Welt, ja, wir können und wir werden uns die Zeit nehmen! 

 

Sabbatical 3 Jahre und 2 Jahre
So funktioniert ein Sabbatical

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Kommentare: 3
  • #1

    Sebastian (Mittwoch, 15 November 2017)

    ❤️ und ihr werdet bestimmt sehr viel für diesen Blog mitbringen - darauf freue ich mich schon jetzt!

  • #2

    Theresa (Donnerstag, 16 November 2017 14:44)

    Oooohja, ganz bestimmt, lieber Sebastian!

  • #3

    Teddy (Donnerstag, 14 Dezember 2017 10:39)

    Hallo Ihr Zwei, das wird sicher eine unglaublich aufregende Reise mit vielen Erlebnissen, atemberaubenden Landschaften und den verschiedensten Völkern und Menschen dieser Erde. Auf die unterschiedlichsten Fotos und Berichte darüber bin ich dann sehr gespannt. Alles Gute!